Reifenpanne was tun?
Wenn ein Reifen während der Fahrt platzt, dann hilft nur Ruhe und Gelassenheit zu bewahren. Der ADAC-Sprecher Maximilian Maurer schildert, wie man bei einer Reifenpanne richtig handelt:
„Sofort die Warnblinkanlage einschalten, das Lenkrad mit beiden Händen festhalten und geradeaus weiterfahren. Dabei langsam abbremsen und ruckartige Bewegungen des Lenkrads unbedingt vermeiden.“
In der Regel kündigt sich ein schadhafter Reifen an. Roger Eggers von TÜV Hannover schildert erste Warnsignale: Autofahrer sollten auf veränderte Fahrgeräusche achten oder zieht das Auto plötzlich nach rechts oder links? Bei auffälligen Erscheinungen sollten Autofahrer sicherheitshalber anhalten und die Reifen auf Fremdkörper oder Risse überprüfen.
Was ist als erstes bei einer Reifenpanne zu tun: Ist das Fahrzeug zum Stillstand gekommen, wird die Warnblinkanlage eingeschaltet und die Warnweste angelegt. Bei Dunkelheit wird das Standlicht eingeschaltet. Danach wird das Warndreieck aus der Halterung genommen und etwa 200 Meter vom Auto entfernt aufgestellt. Gerade bei Dunkelheit sorgt die Warnweste dafür, das der Autofahrer von weiterer Entfernung sichtbar ist.
Jetzt kann der Reifenwechsel beginnen. Bei ausgeschaltetem Motor wird die Handbremse angezogen und ein Gang eingelegt. Ein zusätzlicher Unterlegkeil ist bei Gefälle gut, damit das Auto sicher steht. Mit einem Radkreuz werden bei dem defekten Rad, die Muttern gelockert. Dann wird der Wagenheber am Wagenhebeaufnahmepunkt angesetzt und der Wagen angehoben. Die Radmuttern werden nun herausgedreht, das Pannenrad wird entfernt und das Reserverad wird aufgesteckt. Die Muttern werden von Hand so fest wie möglich angezogen. Jetzt wird das Auto wieder langsam abgesenkt und die Muttern werden über Kreuz mit dem Schraubenschlüssel fest nachgezogen. Wichtig ist, die Radschrauben nach ca. 20 Kilometern nochmals auf Festigkeit überprüft werden und ggf. noch mal nachgezogen werden. Da der Reservereifen meistens nicht den vorgeschriebenen Reifendruck hat, ist es ratsam, dass Auto bis zur nächsten Werkstatt langsam zu fahren.
Der TÜV-Fachmann empfiehlt, nach der Reifenpanne möglichst rasch einen Reifenservice aufzusuchen, die einen neuen Ersatzreifen besorgen können. Denn bei den heutigen modernen Reifen ist eine Reparatur zumeist nicht möglich.
Hinweis: Ganzjahresreifen Hankook Optimo 4S
Foto: c.sigi



30. September 2011 um 14:41
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4. Dezember 2011 um 09:55
[...] aber nicht ganz ohne. Bei Autobahnfahten können solche halbvollen Reifen schon mal platzen (wechsel Reifenpanne). Bedingt durch überstarke Dehnung der Seiten können sich Mikrorisse bilden und schon ist [...]