Massenkarambolage Schadenregulierung Massenunfall

Massenunfall Autobahn

Massenkarambolage Autobahn

Massenunfall was machen?

Immer wieder kommt es bei Glatteis und Schnee auf deutschen Autobahnen zu einem Massenunfall vor und wer zahlt dann? Was genau passiert ist bei einer Massenkarambolage, kann meist nicht mehr ermittelt werden. Dann stellt sich die Frage, wer den Schaden bezahlt und wie die Schuldfrage geklärt wird.

Da sich für Polizei und Versicherungsgesellschaften bei Massenkarambolagen, die Unfallrekonstruktion sowie die Schuldfrage in den meisten Fällen kaum klären lassen, haben sich die Versicherungen auf einheitliche Regulierung der Unfallschäden aus einem gemeinsamen Schadenstopf geeinigt. Voraussetzung ist nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), die Unfallbeteiligung von mindestens 50 Fahrzeugen. In Sonderfällen reichen auch 20 Fahrzeuge aus, wenn der Massenunfall schwer aufzuklären ist.

Ob die vereinfachte Schadenregulierung angeordnet wird oder nicht, wird von einer so genannten Lenkungskommission des GDV entschieden, aufgrund der Unfallschilderungen der Polizei. Findet sie statt, teilen die regulierenden Versicherer den am Massenunfall beteiligten Geschädigten, die entsprechenden Ansprechpartner für die Schadensregulierung mit.

Die Ansprüche der Halter (bzw. Fahrer) werden hierbei nach einem einfachen Verfahren bei einer Massenkarambolage mit bestimmten Quoten wie folgt geregelt:
Bei einem Autoheckschaden wird dieser komplett bezahlt.
Liegt ein Frontschaden vor, werden 25 Prozent des Schadens bezahlt.
Bei Front- und Heckschaden am Fahrzeug werden zwei Drittel übernommen.
Der Versicherungsnehmer wird in der Haftpflicht nicht zurückgestuft.
Die Geschädigten können wählen, ob sie an der Regulierungsaktion teilnehmen wollen. Bei Nichtteilnahme muss der Geschädigte den Unfallverursacher ermitteln und Ansprüche stellen.

Unfallbeteiligte können bei einer Massenkarambolage zwecks Auskünfte einer gemeinsamen Regulierungsaktion sich telefonisch unter: 030 – 202 053 26 (übliche Bürozeiten) mit dem GDV in Verbindung setzen.
Mehr Informationen unter: www.versicherung-und-verkehr.de

Foto: dierk schaefer