ACE – Tempobeschluss der SPD kein Angriff auf Mobilität
Der Parteitags-Beschluß der SPD, auf deutschen Autobahnen ein generelles Tempolimit von 130 km/h einzuführen, sorgt zur Zeit für viele Diskussionen. So erklärte Wolfgang Rose, Vorsitzender des ACE Auto Club Europa, am Sonntag in Hamburg:
„Wir sind uns alle einig im Vorhaben, den Verkehr zu entschleunigen. Aber anstatt des vorgeschlagenen Tempolimits von 130 km/h sehen wir wirksamere Methoden. Um vermehrt für Klimaschutz und Verkehrssicherheit zu sorgen, ziehen wir die Anwendung von modernen Verkehrsbeeinflussungsanlagen vor. Diese können bei widrigen Witterungsverhältnissen, bei erhöhtem Verkehrsaufkommen oder bei erhöhter Schadstoffbelastung interaktiv eine Temporeduzierung veranlassen. Diese Art der modernen Verkehrstelematik ist praktischer als die bürokratische Reglementierung.
Eine verordnete Höchstgeschwindigkeit, wie von der SPD vorgeschlagen, halten wir für weniger förderlich, um die Probleme konkret zu lösen. Den Entschluß, dass Tempo zu verringern sehen wir aber nicht als böswilligen Angriff auf Freiheit und Mobilität, sondern eher als Versuch, die Debatte um Klimaschutz und Unfallverhütung im Verkehr aufzufrischen. Die Autofahrer sollen wissen: Wer mit höherem Tempo als 130 km/h unterwegs ist, wird bei Unfallbeteiligung auch mithaften müssen, da er auch schon nach heutiger Rechtslage seinen Status als sogenannter “Idealfahrer” verliert.


